TRAUMA AUFSTELLUNGEN


Traumata im Familiensystem – neue Arbeitsansätze in Aufstellungen

 

Seminarinhalt: Aufstellungen  zu individuellen Themen der Teilnehmer

Trauma - Aufstellungen zielen im Unterschied zu geläufigen Familienaufstellungen nicht vorrangig auf die Ordnung in einem Familiensystem ab, sondern eher auf die darin enthaltenen erlebten und übertragenen Traumata (im gegebenen Familiensystem). Selten genügt es, Traumata  einfach durch die „Wiederherstellung“ der äußeren Ordnung im Familiensystem aufzulösen und zu integrieren, da es gerade die traumatischen Erlebnisse der Familienmitglieder sind, durch die ein gegebenes Familiensystem in einen Zustand permanenter „Un-Ordnung“ oder auch „Pseudo-Ordnung“ versetzt wird.

Die Trauma-Folgen können sich in  allen Lebensbereichen eines Menschen zeigen: in Partnerbeziehungen,  Beziehung zu den Kindern, familiären Beziehungen, finanziellen Angelegenheiten, Arbeitsbeziehungen und nicht zuletzt auch in Form psychosomatischer Symptome und Krankheiten.  Man kann sich wiederholt und über lange Zeiträume mit entsprechenden Themen auseinandersetzen und dabei durchaus auch etwas bewegen. Bleiben die Ursachen der Traumata aber unberührt und unbehandelt, tauchen deren Folgen in unterschiedlicher Gestalt aus immer neuen Ebenen auf, um das Leben weiter zu beeinflussen.

Der Mensch ist seelisch ein Mehrgenerationenwesen (Prof. Franz Ruppert).  Daher müssen neben selbst erlebten (biographischen)  Traumata auch die Traumata der Eltern, Großeltern und gegebenenfalls der Urgroßeltern in einer Aufstellung ans Licht kommen und ins Spiel gebracht werden. So können sich traumatische Folgen allmählich auflösen, und die abgespaltenen, und verdrängten Teile der eigenen Psyche können sich auf allen Ebenen wieder integrieren. Für eben diesen Prozess ist die Unterscheidung zwischen nicht integrierbaren, fremden seelischen Inhalten und eigenen abgespaltenen Anteilen, die integriert werden wollen  essentiell.

Abgespaltene Anteile der Seele können mit Hilfe der Spiegelung verdrängter traumatisierender Ereignisse in  Trauma-Aufstellung wieder zueinander finden, und  ganz werden. Und diese Ganzheit braucht die Seele, um sich für die erfolgreiche Bewältigung der Lebensaufgaben wieder in Bewegung zu setzen. Dieses „Wieder-In-Bewegung-Versetzen“ ist die Essenz der Aufstellungsarbeit mit Traumata.